Vitamine - wie wichtig sind sie für die Fitness und den Gewichtsverlust?

Für einen gesunden Stoffwechsel sind Vitamine - das sagt im Grunde bereits ihr Name, denn das Wort Vitamin kommt vom lateinischen „Vita”, was nichts anderes als Leben bedeutet. Da der Körper Vitamine zum größten Teil nicht selbst synthetisieren kann, müssen Vitamine mit der Nahrung aufgenommen werden, hierbei kommen vor allem Obst und Gemüse zum Einsatz. Sie werden benötigt, damit Eiweiße, Kohlenhydrate und Mineralstoffe im Körper verwertet werden können, um diese wiederum der Energiegewinnung hinzuzugeben.

Die Aufgabe von Vitaminen

Einerseits stärken Vitamine das Immunsystem, andererseits sind sie aber auch für den Aufbau von Knochen, Zellen, Zähnen und Blutkörperchen wichtig - kurzum, Vitamine sind für den Menschen lebenswichtig und eine Unter- oder Überversorgung macht sich entsprechend schnell bemerkbar.

Als wichtigste Vitamine gelten die folgenden:

Vitamin A

Vitamin A sorgt einerseits dafür, dass die Augen gut sehen können, selbst bei schlechten Lichtverhältnissen. Weiterhin schützt es aber auch Haut und Schleimhäute, das Immunsystem sowie Zähne, Zahnfleisch und Haare.

Vitamin B1

Das Vitamin B1 ist auch unter dem Namen Thiamin bekannt und dient als Enzym für den Kohlenhydratstoffwechsel. Fehlt es, so erschöpft der Körper schneller, da er mehr Milchsäure produzieren muss - das ist gerade im Fitnessbereich fatal, denn Höchstleistungen können so bei weitem nicht mehr erbracht werden. Vor Wettkämpfen sollten daher die Speicher aufgefüllt werden, in etwa so, wie es beispielsweise vor einem Triathlon durch das Carbo-Loading, also das Füllen der Kohlenhydratspeicher, getan wird. Insbesondere beim Ausdauersport gilt zudem: je mehr Sport, desto mehr Vitamin B1 ist notwendig. Viel Vitamin B1 gibt es beispielsweise in Fleisch, Wurst, Haferflocken, Nüssen und Sonnenblumenkernen.

Vitamin B6

Das Vitamin B6 ist vor allem für Kraftsportler wichtig, denn je mehr Protein mit der Nahrung aufgenommen wird, desto mehr B6 wird dafür benötigt. Hier übernimmt es eine entscheidende Rolle beim Proteinstoffwechsel. Die besten Quellen für eine schnelle Aufnahme sind unter anderem Bananen, Avocados oder Sojabohnen. Zwar sind auch Fleisch und Fisch gute Lieferanten, hier muss jedoch bedacht werden, dass durch das Erhitzen knapp zwei Drittel verloren gehen.

Vitamin C

Früher war ein Mangel an Vitamin C keine Seltenheit und trat insbesondere bei Seeleuten auf, heute ist dieses Szenario hingegen nur noch sehr selten. Benötigt wird Vitamin C, damit der Körper Eisen richtig aufnehmen kann (wichtig für den Sauerstofftransport im Blut), zudem unterstützt es die Wundheilung, Narbenbildung und das Wachstum.

Vitamin D

Vitamin D kann vom Körper selbständig gebildet werden, dafür genügt bereits ein täglicher Aufenthalt von etwa 10-15 Minuten an der frischen Luft - denn das Vitamin bildet sich mithilfe der Sonneneinstrahlung, die auf die Haut fällt. Ist es in ausreichender Menge vorhanden, so ist es für die Stabilität der Knochen verantwortlich und gewährleistet, dass Calcium in den Knochen eingebunden werden kann.

Laut peak.ag ist es insbesondere für Sportler wichtig, einen Vitamin D-Mangel zu vermeiden, denn aktuelle Studien belegen, dass Vitamin D einen direkten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und Regeneration hat. Auch zur Aufrechterhaltung eines anabolen Hormonmilieus bietet es sich an und so überrascht es kaum, dass Vitamin D mittlerweile auch vermehrt als Nahrungsergänzungsmittel genutzt wird, vorzugsweise handelt sich dabei um Vitamin D3 aus tierischen Quellen.

Vitamin E

Durch Vitamin E werden die Zellen des Körpers vor aggressiven Sauerstoffverbindungen geschützt, zudem verhindert es die Aggregation der Blutplättchen. In Kombination mit den Vitaminen A und C schützt es den Körper vermutlich vor Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen oder Arteriosklerose. Eine Unterversorgung ist daran erkennbar, dass Muskelschwächen und nervöse Störungen auftreten, außerdem wird der Fettstoffwechsel durcheinander gebracht.

Vitamin K

Vitamin K wird oft stark unterschätzt, viele Menschen wissen nicht um die Wichtigkeit seiner Funktionen. Dabei ist es nicht nur maßgeblich an der Blutgerinnung beteiligt, sondern aktiviert auch die Knochenbildung und schützt vor Krebs. Es verhindert außerdem, dass sich Calcium im Blut verdickt und in den Arterien festsetzt. Tritt dieser Fall ein, so handelt es sich um tödlichen Plaque, der die Gefäße verstopft.

Abnehmen dank der richtigen Vitamine?

Für viele Menschen hat das gesunde und bewusste Leben viel mit dem Wunsch nach einem schlankeren Körper zu tun. Auch hier spielen die Vitamine mitunter eine große Rolle. Zwar enthalten sie anders als Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate keinen energetischen Wert, dennoch beeinflusst ihr Vorhandensein den menschlichen Körper und damit auch dessen Abnehmvorgänge. Die wohl wichtigste Rolle spielt diesbezüglich das Vitamin D, denn fehlt es, so fällt es dem Körper leichter, Fett einzulagern und die Gewichtsabnahme zu erschweren. Das belegen laut des Zentrums für Gesundheit zumindest mehrere Studien, zudem kann ein Mangel an Vitamin D auch zu stärkeren Hungergefühlen führen und die Fettverbrennung behindern. Eine Behebung dieses Mangels kann die Gewichtsreduktion also fördern, wenngleich dies aber keinesfalls als Garantie für eine Abnahme verstanden werden sollte.

Unterstützend bei einer Diät sollen sich ebenfalls die Vitamine der B-Gruppe auswirken, sie sorgen außerdem für gute Laune und starke Nerven. Insbesondere folgende Vitamine steuern den Stoffwechsel und unterstützen den Abbau von Körperfett:

  • B2
  • B3 (Niacin)
  • B5 (Pantothensäure)
  • B7 (Biotin)
  • B12

Vitamin B1 sorgt hingegen für starke Muskeln und die Verdauung von Kohlenhydraten, während Vitamin B6 für den Eiweiß-Haushalt verantwortlich ist. In ihrer Gesamtheit unterstützen sie das Abnehmen und sollten daher während einer Diät keinesfalls vernachlässigt werden.

Abseits von Vitaminen - können auch Mineralstoffe bei der Abnahme helfen?

In erster Linie sind Mineralstoffe dazu da, um Körpersubstanzen aufzubauen und den Stoffwechsel anzukurbeln. Anders als Vitamine sind sie verhältnismäßig einfach aufgebaut, liefern keine Energie und bauen stattdessen Knochen, Zähne, Hormone und Blutzellen auf. Zudem aktivieren sie Enzyme und können Reize übertragen. Viele von ihnen übernehmen durchaus vielfältige Aufgaben, zudem findet eine Unterteilung in Mengenelemente und Spurenelemente statt.

Einige Mineralstoffe können den Abnehm- und Trainingsprozess effektiv verbessern und positiv beeinflussen, darunter folgende:

Jod - Jod wird teilweise als Fatburner bezeichnet. Dahinter steht die Hypothese, dass Jod die Schilddrüse aktiviert und somit den Stoffwechsel ankurbelt. Allerdings geht diese Rechnung nur teilweise auf, denn die Dosierungen, die über dem Tagesbedarf liegen, können vom Körper nicht mehr abtransportiert werden. Und Überdosierungen bringen ernsthafte Gefahren wie beispielsweise Herzrhythmusstörungen mit sich. Diese und weitere Fatburner-Legenden werden nochmals genauer bei gesundheit.de beleuchtet.

Selen - auch Selen steuert den Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone. Ist zu wenig im Körper vorhanden, so kann kein Tyrosin gebildet werden, ein Vorläufer der Schilddrüsenhormone. Da es die Körperwärme steigert, wird automatisch mehr Energie verbraucht. Aber Vorsicht, in hohen Dosen wirkt Selen toxisch, weshalb entsprechende Präparate mit Vorsicht zu genießen sind.

Zink - Zink reguliert den Blutzuckerspiegel, ein Mangel führt zu einer stärkeren Insulinfreisetzung, wodurch die Neigung zur Fettansammlung erhöht wird. Es wirkt außerdem als Regulator beim Aufbau von Hormonen mit, die einen Einfluss auf das Körpergewicht haben (Wachstums- und Schilddrüsenhormone). Darüber hinaus steuert es gemeinsam mit einigen anderen Stoffen das Appetitzentrum des Körpers und kann demnach dafür sorgen, dass Heißhungerattacken vermieden werden - sofern eine gute Versorgung gewährleistet ist.

Kalzium - eine Studie der Laval Universität in Kanada ergab, dass die Hälfte alle stark übergewichtigen Menschen einen Kalium-Mangel aufwies. Gleichzeitig belegte die Untersuchung, dass Probanden, die täglich 1200 mg Kalzium zu sich nahmen insgesamt 5 kg mehr Gewicht im gleichen Zeitraum verloren haben im Gegensatz zur Kontrollgruppe. Genauer kann die Studie hier eingesehen werden.

Liegt ein Mangel vor, so wird häufig zu den entsprechenden Nährstoffergänzungsmitteln gegriffen. Dies mag für den Moment eine sinnvolle Maßnahme sein, vor allem dann, wenn die Mangelerscheinungen akut sind, ersetzt auf Dauer aber keine gesunde Ernährung und wird den Abnehmprozess auch nicht beschleunigen. Langfristig sollte eine ausgewogene und nährstoffbilanzierte Ernährung daher in jedem Fall angestrebt werden.