Intensives Workout mit Spaß und Freude durch Trend- und Funsport

Jedes Jahr werden neue Sportarten angeboten, der Markt für Trend- und Funsportarten ist in ständiger Bewegung. Es entwickeln sich einerseits neue Trends, andererseits werden sportliche Aktivitäten, die bis vor kurzem noch In waren, an den Rand gedrängt. Wiederum gibt es einige Nischensportarten, die sich am Markt etabliert haben. Viele der neuen Sportarten verbinden eine körperlich intensive Anstrengung mit Entspannungsphasen für ein effektives Training.

Bokwa, Piloxing und Zumba – Ganzkörpertraining mit tänzerischen Elementen

Im Vergleich zu etablierten Sportarten, wie Laufen, Schwimmen, Radfahren oder Nordic Walking ist bei Fun- und Trendsportarten auch die ungefähre Bestimmung der Kalorienanzahl mitunter schwierig. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht effektiv sein können.

Beim Entstehen neuer Trendsportarten kommt es mitunter auch zur Vermischung zweier Sportarten. Dies ist etwa bei der Verbindung von teilweise exotischen Tanzelementen mit Konditions- und Krafteinheiten aus klassischen Sportarten, vor allem aus dem Aerobic- und Boxbereich, zu beobachten.

Ein innovatives Konzept stellt der Tanzsport "Bokwa" dar, es handelt sich hierbei laut welt.de um eine Kombination aus südafrikanischen Tanzstilen und Boxelementen. Getanzt wird nach Zahlen und Buchstaben, die der Trainer vorgibt. Es wird mal schnell, mal langsam getanzt, die Musik variiert entsprechend. Mit Bokwa sollen Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit trainiert werden.

Ein anderer Trendsport, bei dem Boxelemente in ein Ganzkörpertraining eingebunden werden, ist das sogenannte "Piloxing". Bei der Mischung aus Pilates und Boxen werden die effektivsten Übungen aus beiden Bereichen verknüpft. Dieses ganzheitliche Training soll die Körperhaltung verbessern und den Körper straffen. Darüber hinaus soll es zum Muskelaufbau beitragen und die Fettverbrennung ankurbeln. Die schwedische Pilates-Trainerin und Amateur-Boxerin Viveca Jensen hat das Trainingskonzept erfunden, das auch in Fitnessstudios hierzulande verstärkt angeboten wird.

Zumba – Aus dem Fitnesstrend ist ein Fitness-Hype geworden

Zumba, die Kombination aus Aerobic und lateinamerikanischen Tanzelementen, ist mittlerweile in zahlreichen Fitnessstudios etabliert. Bei dem von einem kolumbianischen Tänzer und Choreografen entwickelten Tanzsport stehen Bewegung, Spaß sowie das musikalische Erlebnis im Vordergrund. Vielfältige Tanzelemente (Salsa, Tango, Mambo, Merengue und Cha-Cha-Cha) werden zusammen mit Aerobic-Einlagen zu einem ganzheitlichen Workout verbunden, bei dem der Körper pro Stunde rund 700 Kalorien verbrennt. Im Gegensatz zum klassischen Aerobic-Training ist jedes Musikstück mit einer eigenen Choreografie versehen. Da es keinen durchgehenden Beat gibt, ist Zumba abwechslungsreicher.

Aqua-Zumba und andere Funsportarten für auf und unter Wasser

Beim Aqua-Zumba handelt es sich um ein dem Zumba-Konzept angepasstes Fitnesstraining im Schwimmbad. Da die Einheiten im Wasser durchgeführt werden, schont das Training die Gelenke. Wer lieber sportliche Aktivitäten mit mehr Körperkontakt ausüben möchte, findet unter diesem Link verschiedene Fun- und Trendsportarten, die körperlich herausfordernden Mannschaftsport mit einem hohen Spaßfaktor verbinden. Hierunter fallen beispielsweise Unterwasser-Hockey und Unterwasser-Rugby. Zudem sind andere trendige sportliche Aktivitäten erläutert, die auch für Individualsportler geeignet sind.

Weitere Trendsportarten zum Fettverbrennen

Ein in Deutschland entwickeltes Workout-Programm ist das sogenannte "Deepwork". Es stellt einen Mix aus intensiven Ausdauer- und Kraftübungen sowie aus Atemübungen dar. Dadurch soll zum einen der Körper trainiert, zum anderen der Geist Entspannung finden. Der deutsche Fitness-Choreograf Robert Steinbacher hat dieser Quelle zufolge das Ganzkörpertraining mit fernöstlichen Entspannungstechniken erfunden. Durch die Kombination aus Anstrengungs- und Entspannungsphasen werden zum einen Kraft und Ausdauer verbessert sowie der Gleichgewichtssinn geschult, zum anderen werde Stress abgebaut. Wenn das Ganzkörpertraining konsequent und bei hoher Intensität durchführt werde, liege der Verbrauch bei bis zu 700 Kalorien pro Stunde.

Ein weiterer Vorteil des Deepwork-Trainingsprogramms liegt nach Ansicht des Sportmediziners Prof. Rüdiger Reer von der Universität Hamburg darin, dass es nach Möglichkeit barfuß ausgeübt werden soll. Zwar sei das Tragen von Schuhen im Alltag unverzichtbar, dies führe jedoch auch zu einer Verkümmerung der Fußmuskulatur. Das Bewegen ohne Schuhe wirke sich positiv auf die natürliche Körperhaltung aus, da hierdurch die Fußgelenke stabilisiert werden. Anfängern wird indes geraten, beim Einstieg in das Training spezielle Laufsocken zu tragen. Durch eine spezielle Beschichtung werde verhindert, dass es zu Verletzungen an der Fußsohle durch das intensive Training kommt. Gleichzeitig erzeugen diese speziellen Socken den Effekt des Barfußlaufens.

Nicht jede neue Trendsportart ist auch effektiv

Der Fitnessmarkt wird seit einigen Jahren zunehmend mit neuen Angeboten überflutet. Für Einsteiger bringt diese große Vielfalt nicht nur Vorteile mit sich. Einige der beschworenen Fitness-Konzepte können sich als Etikettenschwindel erweisen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn ein neuer Trendsport damit wirbt, effektiv, aber nicht anstrengend zu sein. An dieser Stelle ist Skepsis angebracht, denn generell braucht es zur Verbesserung der Fitness harte Arbeit, viel Zeit und Beständigkeit. Damit das Training effektiv ist und der Körper als Folge einen höheren Grundumsatz an Kalorien in Form von Fett verbrennt, braucht es Ausdauer-, Muskel- sowie Koordinationstraining. Bei den hier vorgestellten Fitness-Konzepten werden diese Aspekte generell erfüllt. Es gibt jedoch auch zahlreiche trendige Sportarten, die lediglich ein oder maximal zwei der benötigten Trainingselemente beinhalten.

Des Weiteren ist es wichtig, einen qualifizierten Übungsleiter vor sich zu haben. Bei der Trainerausbildung kann es qualitativ große Unterschiede geben, die Voraussetzungen für eine Ausbildung zum Trainer in einem der zahlreichen Trendsportarten sind häufig nicht sehr hoch. Manchmal sind bereits die Volljährigkeit und der Nachweis von wenigen trainingswissenschaftlichen Kompetenzen ausreichend. Wer sich zu einem neu angebotenen Fitnesskurs anmeldet, sollte dies immer im Hinterkopf behalten.

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